Eine Webseite kann man mit einem Gebäude vergleichen. Es hat einen Eingangsbereich, mehrere Stockwerke und verschiedene Abteilungen und Räume. Wie der Architekt hat der Webdesigner nicht nur die Aufgabe, die Webseite (das Gebäude) so zu entwerfen, dass sie funktioniert und außergewöhnlich gestaltet ist sondern dass die Menschen, die sie (es) benutzen, sich darin zurechtfinden und wohlfühlen.
1. Die Startseite (Eingangsbereich)Sie sollte sofort erkennen lassen, worum es auf der Webseite geht. Sie dient nicht primär der
Begrüssung sondern der
Orientierung. Man sollte daher auf der Startseite folgende Informationen den Nutzern anbieten...
- Absender (Von wem kommen die Informationen ?)
- Adressat (Für wen sind die Informationen gedacht ?)
- Thema (Worum geht es ?)
- Aktualität (Von wann sind die Informationen ?)
Anhand dieser Angaben kann der Nutzer schnell erkennen, ob es sich für ihn lohnt, sich weiter mit der Webseite zu beschäftigen. Ebenso sollte man ein Impressum und Copyright Hinweis in das Hypertextsystem einfügen. Die Startseite sollte sich außerdem schnell aufbauen. Daher sollte der Gebrauch von aufwendigen Grafiken, externen Diensten (z.B. Counter) und Plugins vermieden werden.
2. Abmessungen des Bildschirms festlegenAls nächster Schritt sollte festgelegt werden, in welcher Größe die Webseite gestaltet werden soll. Dadurch soll vermieden werden, dass etwa Seitenränder abgeschnitten werden oder das Bild zu klein auf dem Bildschirm erscheint. Da es unmöglich ist, eine Webseite in allen Browsern und auf allen System gleich aussehen zu lassen, sollte darauf geachtet werden, dass die Seiten auf ein und demselben System gut und konsistent wirken.
2.1 Breite von WebseitenBesonders wichtig ist es, dass die Seiten nicht zu breit angelegt werden, da Scrollen nach rechts besonders unbeliebt ist und die Übersichtlichkeit darunter leidet. Wenn man die notwendigen Bedienelemente des Browsers /Betriebssystems berücksichtigt, kann man von folgenden Abmessungen ausgehen...
- Auflösung 800x600 Pixel (Nutzbare Fläche 750x400 Pixel)
- Auflösung 1024x768 Pixel (Nutzbare Fläche 980x570 Pixel)
2.2 Länge von WebseitenInformationen, die ohne Scrollen sofort zu sehen sind, werden vom Benutzer am häufigsten betrachtet. Deshalb sollten wichtige Links und Text- bzw. Bildinformationen ohne Scrollen erreichbar sein. Es empfiehlt sich daher, eine kürzere, zusammengefasste Version der Informationen auf der erste Seite zu präsentieren und einen Link hinzuzufügen, der den interessierten Anwender zu einem auführlichen Text zum Thema führt.
Bei besonders textlastigen Seiten sollte man zusätzlich eine Download Version anbieten oder einen "Drucken"-Button integrieren, da viele Anwender es bevorzugen, sich längere Texte auszudrucken.
2.3 Auflösungsabhängiges oder - unabhängiges Webseiten Layout ?Zu Beginn der Bildschirmgestaltung sollten auch Überlegungen angestellt werden, ob das Layout der Webseite sich der Browserfenstergröße anpassen soll oder nicht. Bei einer festen Breite muss man mit Pixelwerten arbeiten, ansonsten mit Prozentangaben.
Ein flexibles Layout hat den Vorteil, dass Benutzer mit einem großen Bildschirm nicht das Gefühl haben, sich diesen umsonst angeschafft zu haben, weil das Bild in der linken oberen Ecke verschwindet. Flexible Seiten kommen außerdem im Druck besser heraus. Ein Nachteil ist, dass die Textspalten auf großen Monitoren zu breit geraten können.
3. Die NavigationEine einfache Struktur und kurze Wege zu den Inhalten sind auch das A und O für eine benutzerfreundliche Seite im Webdesign. Der Benutzer muss zu jedem Zeitpunkt wissen, wo er sich gerade befindet, wohin er gehen kann und wie er wieder zurückkommt.
Daher sollte man eine
Site-Struktur entwerfen. Softwareprogramme wie Dreamweaver bieten hier die Möglichkeit, eine Art Dummie-Webseite mit allen Verlinkungen und Unterseiten anzulegen, bevor man dazu übergeht, Seiten mit Inhalten zu füllen. So behält auch der Webdesigner den Überblick.
Grundsätzlich sollte die Navigation so gestaltet werden, dass die eigentlichen Inhalte nicht zu sehr in den Hintergrund treten. Man sollte auch an Alternativen in Sachen Navigation denken. (z.B. interne Suchfunktion, "Pull-Down-Menüs")
4. GestaltungsrasterDies ist Grundlage für die Erstellung eines konsistenten Bildschirmlayouts über mehrere Seiten hinweg und muss vor der eigentlichen Gestaltung der Bildschirmseite gut überlegt und skizziert werden. Je konsistenter das Layout und die Navigation sind, desto einfacher wird der Benutzer mit der Seite zurechtkommen, da er die Position der gewünschten Informationen und der Navigation intuitiv erfassen kann.
Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, optisch Konsistenz in zusammengehörigen Seiten zu erreichen...
- Über eine Grundform, die sich auf allen Seiten wiederholt (Form-Layout)
- Über einen Rahmen, der sich auf allen Seiten wiederholt (Rahmenlayout)
- Über verschiedene Farben, die einzelnen Themenbereichen entsprechen (Farbgesteuerte Themengliederung)
- Über eine freie Komposition, die in sich geordnet ist (Das freie Layout)
Ende !